Gogol Bordello
Gypsy Punks - Underdog World Straike
Mit Gogol Bordello begann gegen ende 2002 mein Fable für die aktuelle Osteuropäisch-russische Musik; auch wenn sie aus den Staaten kommen. Inzwischen ist das vierte Album der Truppe um Eugene Hütz in die Läden gekommen und immer noch packt mich die Energie dieser Band. Meine Nachbaren wissen sicher das Ihre zu berichten ;-)
Gleich in die Vollen haut das Album mit der fünfzehnjährigen «Sally». Ein wenig Ska zum Anfang, einsetzende Geigen, volle Bässe und ein brachialer Gesang. Schweisstreibend geht es mit «Never young» weiter. Hier darf auch die Dance Troop ihre Stimmen einsetzen und richtig kreischen. «Not a crime» hat einige Gypsy-Dub Elemente. Mit Reggae und ein wenig Dub ist auch «Immigrant Punk» gespickt. Abwechselnd dazu Passagen mit Geige. Grösstenteils in spanisch wird bei «60 revolutions» gesungen. Wunderschön hier das Akkordeon. Schon fast traditionell und ausgesprochen ruhig kommt «Avenue b» daher. Dieses Ayyay yay hey kommt mir irgendwie bekannt vor.
Genügend Arbeit für die Gitarre, Fidel und das Akkordeon bietet «Dogs were barking». Auch hier wieder einige Ausflüge in den Dub; Einer Leidenschaft, die Hütz zur Zeit auch als DJ auslebt. Oh yeah, «Oh no». Auf dem ersten Ohr ziemlich ruhig aber trotzdem mit genügend dampf für ein durchgeschwitztes Hemd. Schon auf dem Album Voi-la intruder ist der eher ruhige Polka «Start wearing purple» vertreten. Die neue Version «Start wearing purple - Think locally, fuck globally» - einem Motto von Hütz - geht dafür dann ab wie die Post. Fette Bässe und genügend zu tun für die Musiker. «Underdog world strike» ist wieder ein wenig ruhiger.
«Illumination». Zu Beginn nur von der akustischen Gitarre begleitet setzen nah dis nah Bass und Chor ein. Endlich mal aufatmen! Nochmal einen Ausflug ins spanische ist «Santa marinella». Auch wenn es in englisch gesungen ist, beherrschen Spanische Gitarren und das Tango-mässig gespielte Akkordeon das Bild. Bis auf den Schluss. Ein wenig in einen ruhigen Ska geht «Undestructable». Mit einem schönen Akkordeon. Auch beim längsten Song der Scheibe, bei «Mishto!», spielt das Akkordeon eine melodietragende Rolle.
Band:
Eugene Hütz (Gesang), Sergey Ryabtsev (Violine), Oren Kaplan (Gitarre), Yuri Lemeshev (Akkordeon) Ori Kaplan (Sax), Eliot "the lone American" Ferguson (Drums) Susan Donaldson und Pamela Racine (the Gogol Bordello Dance Troop).
Fazit: Energiegeladen Mischung aus einer jüdischen Hochzeitskapelle, Punk, Dub und viel Wodka. Musik im Spannungsfeld zwischen ruhigeren und schweisstreibenden Stücken, zwischen Punk und Gypsy und zwischen brachialem und zartem. Neu dazugekommen sind die Dubs bei einem Teil der Songs. Das Ganze ist nur noch durch ein Konzertbesuch der Truppe zu überbieten.
Ach ja: Ab August läuft der Film «Alles ist erleuchtet» in den deutschen Kinos. Mit dabei Eugene Hütz.
Wertung: 
11.9.2005 Pe; Update 11.9.2005 Pe
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 | Gypsy Punks - Underdog World Straike
| CD | 2005 | | | | Konzerte: | Zeigen: [ alle | ab heute ] | | | | Datum: | Veranstaltung: | Ort: | | Es liegen keine Konzertdaten vor. |
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Offizielle Website:
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| | Label: SideOneDummy Records Vertrieb:Schweiz: Leech; Deutschland: SideOneDummy, Cargo; Österreich: Trost |
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Links:
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Stil:
Ukrainian Gypsy Punk Cabaret, Gypsy, Punk, Mestizo
Land:
New York, USofA
Bemerkung:
Gogol Bordello soll ja in NY zur Zeit eine angesagte Party-Band sein. Ihr Konzert am 30.11.2002 im Cafe Moka schlug bei mir jedenfalls ein.
Wer das Zeugs mag kann ja auch mal bei Kultur Shock das Ohr reinhängen. |